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Angantyr/
Nasheim -
Split
Band:
Angantyr/ Nasheim
Title: Split
Year:
2007
Format:
CD/ Special Metalbox (special edition limited
to 325 copies) Label: Northern
Silence
Style:
True
Nordic Black Metal
Review:
German Version
Nein,
das ist kein Anhängsel von „Haevn“, wie
man meinen könnte. Kein Stück, das aus Versehen
vergessen wurde, welches erst nach der Veröffentlichung
auftauchte. Sicher, klar, es wird wieder welche geben, auch
Anti-Split-Fraktion genannt, die es nicht wahr haben wollen,
dass sich nun auch Angantyr dieser doch so materialverschwendenden
Art Musik an den Hörer zu bringen hingibt, doch kann
uns, den Zuversichtlichen, das egal sein.
Man klingt nämlich eben genauso frisch und losgerissen,
wie es auf dem neuesten Langläufer der Fall ist. Nordisch,
rein und ungehemmt. Einfach gelöst von jedweden „Trends“,
Vorzügen und aktuell gemochter Thematik (Stichwort:
Suizid), prasseln elf Minuten kräftigen Black Metals
auf einen nieder. Wandernd in Gefilden des urig kalten sowie
obskuren Daseins, zieht Alleinunterhalter Ynleborgaz ein
weiteres Mal so einige Register der Kunst. Dabei beeindruckt
man durch simple, aber extrem effiziente Schlagwerkarbeit
sowie einem überaus guten Gespür für angebrachte
Breaks beziehungsweise Tempowechsel. Leider schieben sich
hinter jenes so beglückende Stück, „Arngrims
Hævn“ mit Namen, zwei weitere, eher verzichtbare
Stücke: Hinfort ist die Dynamik, die eben noch angepriesen
wurde, hinfort die stürmische Vehemenz vergangener
Minuten; mageres Mid-Tempo sowie eher einfallslose Riffs,
die sich zu allem Übel auch noch ein paar längst
ausgelutschte Pseudo-Melancholik-Melodien unter die Achseln
klemmen, dominieren mit unverschämter Erbarmungslosigkeit.
Schade eigentlich. Den Live-Track hätte man sich letztendlich
ebenfalls sparen können, da dieser überhaupt nicht
in das erzeugte Stimmungsfeld passt und das naturalistisch
Klingen (der Instrumente) mit heftig viel Hall und Publikumgeräuschen
verscheucht. Das nächste Mal bitte wieder richtig -
das heißt so, wie wir es seit „Haevn“
gewöhnt sind! (7 Punkte)
Aber, aber nicht verzagen. Part zwei lauert nämlich
immer noch, und er will entdeckt werden. Zu lange dauerte
es, bis Nasheim es nun, sprich mit jener Split, endlich
geschafft haben, den jüngsten Aufnahmen irgendwie Freigang
zu gewähren. Doch diesem Tongut scheint die Zeit mal
wieder den letzten Schliff verpasst zu haben. Man hört
es einfach. Schon allein das ruhige Einleiten in Form von
- natürlich – Akustik weiß durch dezente
Erinnerungen an Alcest und Amesoeurs zu gefallen, bevor
es dann hineingeht, hinein in den unvergleichbar abwechslungsreichen
Schweif Nasheims neuer Aura. Fast unmenschlich wird hier
ein gebrechlich wirkender Erguss intensiver Gefühle
heraufbeschworen; über fast eine halbe Stunde - in
einem einzigen Stück, von einer einzigen Band. Allein
das ist schon sehr beachtlich. Und so geht es hinweg über
unsagbar schöne und doch trügerische Dichten von
Wald und Geäst; Unberührtheit; Vollkommenheit.
Dabei verwöhnt man den Hörer mit Melodie, Akustik
und ebenso effektiver Schlagzeugarbeit, die sich hier aus
einer Vielzahl von Breaks zusammensetzt, zwar etwas künstlich
wirkt, und es de facto auch ist, aber aufgrund der angenehm
im Hintergrund gehaltenen Präsenz erst gar nicht zum
Stören kommt. Wie bereits festgestellt, dominiert hier
vor allem die Melodie, und diese wird meistens so geschickt
in die Strukturen eingeflochten, dass man sie ungehindert
genießen und in sich aufnehmen kann – was durch
das verhaltene Zugegensein von vokalen Einwürfen zusätzlich
bekräftigt wird. Trotz der vorherrschenden Polyphonie
hält man sich aber dennoch in einem durchaus als schnell
anzusehenden Tempogemisch. Auffallend ist weitergehend auch,
dass sich die Riffs sowie die akustischen Ansätze interessanterweise
aus recht modern und neu wirkenden Geflechten einerseits
(die hier immer wieder an Amesoeurs denken lassen), und
ursprünglich kalten Traditionen andererseits zusammensetzen,
was sich im Endeffekt zu einer wahnsinnig intensiven, melancholischen
Wirkung formt. Ganz stark. (9 Punkte)
(8/10)
in Worte gefasst von Frostkrieg
Review:
English Version
No,
that’s not a remnant of „Haevn“, like
one could think. No piece, which was forgotten by mistake,
which first emerged after the releasing. Surely, clear,
there again will be some, also called anti-Split-fraction,
which don’t want it to be true, that now also Angantyr
addicts to this material-wasting kind of giving music to
the listener, but to us, the sanguine, this shall not matter.
Namely one sounds alike fresh and unsnapped, like it’s
the case on the newest long-play. Nordic, pure and without
restraint. Simply loosen from all kinds of „trend“,
amenities and currently loved thematics (keyword: suicide),
eleven minutes of powerful Black Metal crackle down on one.
Wandering through fields of the traditional cold as well
as obscure being, master Ynleborgaz pulls out nearly all
the stops again. Thereby one impresses with simple, but
extremely efficient striking mechanism-work as well as an
acutely good sense for suiting breaks respectively tempo-changes.
Sadly behind this delighting piece, „Arngrims Hævn“
with name, two further, rather dispensable pieces align:
Hereinafter is the dynamic, which was praised moments ago,
hereinafter the stormy vehemence of elapsed minutes; meagre
Mid-Tempo as well as rather unimaginative riffs, which unfortunately
additionally grip longly overused pseudo-melancholic-melodies
under their axles, dominate with brazen mercilessness. It’s
a shame. In the end one could have also spared the live-track,
because those definitely doesn’t fit into the created
field of mood and scares away the naturalistic sounding
(of the instruments) with heftily much reverb and audience-noise.
Next time please regular again – that means in such
a way, like we’re inured since “Haevn”!
(7 points)
But don’t despond. Namely part two still lurks, and
it wants to be explored. Too long it took, til Nasheim now,
speak with yon Split, finally achieved it, to furlough the
recent records anyway. But this tone-manor seems to have
received its ultimate cut by the hand of time. You simply
hear it. Alone the calm introducing in form of – of
course – acoustic knows to please by hand of discrete
memories of Alcest and Amesoeurs, before it then goes into,
into the incomparable varied trail of Nasheims new aura.
Nearly inhuman a fragile acting effusion of intensive emotions
is evoked; over nearly half an hour – in one piece,
by one band. Lonely this is very remarkable. Thus we walk
through unutterable beautiful and still delusive denses
of forest and branches; virginity; pureness. Thereby one
coddles the listener with melody, acoustic and alike effective
drum-work, which here consists of a multiplicity of breaks,
indeed acts artificial, and de facto also is, but by virtue
of the dulcet in background kept presence gets no opportunity
to interfere. Like already ascertained, here first of all
melody dominates, and this mostly is interlaced that cleverly
into the structures, that one can relish and assimilate
them unhamperedly – what through the cautious vocal
inserts is reinforced additionally. Despite the obtaining
polyphony one however wades in an acutely to be as fast
considered tempo-blend. Furthermore conspicuous is, that
the riffs as well as the acoustic appendages are consisting
of modern and new acting nettings on the one hand (which
here again and again let think of Amesoeurs), and primordial
cold traditions on the other hand, what in the end evolves
an insanely intensive, melancholic atmosphere. Really stonking.
(8/10)
translated by Frostkrieg
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