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Averse
Sefira - Advent
Parallax
Band:
Averse Sefira Title:
Advent Parallax
Year:
2008 Format:
CD ( limitation unknown ) Label:
Candlelight Records
Style:
Brutal & Occult Black Metal
Review:
German Version
Auf
enorme Steigerungen folgen selten erneute Quantensprünge
- ein wenig Schwimmen im eigens gestampften Lorbeer-Saft
wird doch wohl noch gestattet sein. Für das alltägliche
Leben in all seinen Dimensionen gilt diese Formel genauso
wie für die Musik im Allgemeinen, denn wer hat nach
einem Meilenstein schon gleich den nächsten, mindestens
genauso umwerfenden Nachfolger rausgehauen? Gerade im Black
Metal bestätigt sich die eingangs erwähnte Formel
nur allzu oft, wenn man sich denn nicht schon vorher den
goldenen Schuss gibt und es gut sein lässt. Das heißt
keineswegs, dass sich auch die hiesigen Vorzeige-Wüteriche
dieses Schicksal hätten durch den Kopf gehen lassen
sollen; ihr neuester Streich steht dem nach wie vor einschlagenden
Wendepunkt "Tetragrammatical Astygmata" qualitativ
in nichts nach. Das ist aber genau das Problem, welches
hier vorherrscht.
Nüchtern betrachtet gibt es zunächst keinen Grund,
das neue Album unbeachtet liegen zu lassen: Die explosive
Dynamik, das ständige Auf und Ab sind Averse Sefira
ebenso erhalten geblieben wie die teils enorme Durchschlagskraft,
mit der das Trio den Hörer in den Sitz presst. Einzig
die wirklich rasenden, ungefesselt brutalen Momente wurden
zu Gunsten einer etwas epischeren Ausrichtung getauscht
- alle Stücke haben nun eine Laufzeit von je sechs
bis neun Minuten. Während damit natürlich ausladendere
Arrangements ermöglicht werden, laufen die Texaner
ein wenig zu sehr im Kreis oder dringen in Tiefen ein, aus
denen sich kein "logischer", runder Abschluss
ergibt. Ein Bolzen der Marke "Viral Kinesis" zum
Beispiel kann zwar in der vorliegenden Form für zufriedene
Mienen sorgen, hätte aber bei kompakteren Bedingungen
wahrscheinlich restlos begeistert. Zudem schleichen sich
- selten, aber immerhin - einige monumental errichtete Leerläufe
ins momentane Geschehen, denen es entweder an wirklicher
Nötigkeit oder Substanz fehlt und den jeweiligen Stücken
einen Teil ihrer Lebendigkeit rauben; vor allem das vorletzte
Kapitel leidet unter diesem künstlichen Aufzwängen
einer weiteren Minute Laufzeit. Aufgefangen wird all das
jedoch durch den sehr guten Gesamteindruck, der die ungebrochene
Spielfreude sowie eine Vielzahl von Eigenkraut, das den
Songs einfach den unverkennbaren Band-Stempel aufdrückt,
eindeutig in den Vordergrund stellt und sämtliche Fauxpas
leicht verschmerzen lässt.
Egal ob der schrill intonierte Opener, das apokalyptisch
vertrackte "Cognition of Rebirth" oder eine andere
Nummer hier: Sie alle haben trotz ihrer kleinen Schwächen
genau jenen verstörend fesselnden Charakter, der mir
bei Kapellen ähnlichen Kalibers abgeht. Ich hoffe allerdings,
dass es beim nächsten Mal wieder so derb zugeht wie
bei "Tetragrammatical Astygmata", dem momentanen
Maß aller Dinge bei Averse Sefira.
(8/10)
in
Worte gefasst von Amikkus
Review:
English Version
Huge
developments seldom follow again such quantum
leaps - resting on one's laurels unfortunately
is no crime. While this formula can be seen in
everyday life with all its spheres, it also holds
up to music in general; because when someone fired
out a milestone and did the same thing immediately
after that? Just in Black Metal, this earlier
mentioned formula gets confirmed too often by
now - if the regarding groups don't just split
up for good to prevent this scenario. That doesn't
mean at all that these very showpiece tartars
should have thought about such a possible option;
their newest effort is nothing short of their
predecessor "Tetragrammatical Astygmata".
But this actually seems to be the very problem
here.
When looked at it without any emotions, there
is at first no reason to leave this record aside:
The explosive dynamics and constant ups and downs
are still a trademark of Averse Sefira as is the
enormously penetrating power, with which the trio
pushes the listener back into his seat. Only the
really furious, unchained and brutal moments were
changed in favour of a more epic direction - all
tracks on this disc have an approximate length
of six to nine minutes. While this naturally allows
widened arrangements, the Texans now go around
in a circuit a bit or play themselves into depths
of which there is possibility for a "logical",
smooth escape. A hammer like "Viral Kinesis"
for example can cater for confident faces but
with more compact conditions, this one would have
amazed right from the start possibly. Furthermore,
some monumentally built up idlings are - seldom,
but anyway - lurking in the actual happenings
sometimes that either lack of substance or a real
need for them; thus, they suck up some of the
vividness within the tracks - mainly the second
last one suffers from these artificial imposition
to last a little bit longer. However, this gets
absorbed by the very good overall impression that
puts the unfractured lust to play as well as the
sheer amount of own stuff - that simply puts the
band's stamp on their songs - into the foreground
and let me get over all the faux pas.
It doesn't matter if one picks up the harshly
intoned opener, the apocalyptically intricate
"Cognition of Rebirth" or another track:
They all have - despite their little flaws - this
very distrubingly attracting character I miss
in bands of the same calibre. But I hope that
next time it will be as crude as it was on "Tetragrammatical
Astygmata" - the measure of all things in
the camp of Averse Sefira at the moment.
(8/10)
translated by Amikkus
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