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Averse Sefira - Tetragrammatical Astygmata

Band: Averse Sefira Title: Tetragrammatical Astygmata
Year: 2007 Format: CD ( limitation unknown ) Label: Evil Horde Records
Style: Brutal & Occult Black Metal

 

Review: German Version
Schade, dass gerade solche Alben wie das hier nun zur Disposition Stehende nicht die Aufmerksamkeit bekommen, welche ihnen zweifellos zustehen würde. Die hiesigen Texaner haben es sich aber andererseits nie besonders leicht gemacht, schließlich war die klangliche Verpackung ihres Materials nicht unbedingt optimal ausgelegt. Das hat sich vor einigen Jahren schlagartig mit dem Auftauchen eines hier schon des Öfteren gelobten wie auch getadelten Knöpfedrückers namens Tore Stjärna geändert; was da im stickigen Süden Nordamerikas aufgenommen und in Schweden seine Vollendung fand, ist ohne Frage beispielgebend.
Stilistisch könnte Merrimacks aktueller Streich zu Rate gezogen werden, obwohl die vorliegende Scheibe ein ganzes Jahr früher erschien und Averse Sefira ungleich viel mehr Hass ausstrahlen. Vor allem das einzigartig kraftvoll intonierte Gebrüll und Gekeife seitens des Frontmanns, das rachsüchtig verfolgende Saiteninferno mit all seinen plötzlich eingeworfenen, noch schnelleren schreddernden Übergängen sowie der vollkommen wahnsinnige Mensch hinter den (ungetriggerten!) Drums erheben dieses Opus zu einem Juwel unter den ausgetüftelten Orthodox-Monstern. Der extrem dynamische Aufbau des Albums führt zu einer selten hohen Anzahl an Höhepunkten, stellt aber zusätzlich in beeindruckender Weise dar, wie viel Arbeit, Schweiß und Spielfreude in Songs à la "Hierophant Disgorging" (bitte auf die exzellente Schlagzeug-Arbeit in den Bridges achten), "Detonation" oder die letzten drei Kracher stecken müssen. Detailfreudig, in weiterer Folge auch zeitintensiv wütet das Trio ebenso, wobei sich diese Tatsache nicht nur auf die eben erwähnten, sondern alle neun Kapitel (das gelungene Intro außer Acht gelassen) erstreckt - man merkt dem Material richtig an, dass jeder einzelne Moment wohl durchdacht, wahrscheinlich sogar zu Tausenden neu überarbeitet wurde. Jedes Kapitel schafft seine ganz eigene Stimmung, funktioniert sowohl einzeln als auch zusammen hervorragend, bietet Kopfkino für Freunde von okkult-höllischen Tagträumen und dergleichen mehr.
In erster Linie scheint es das Unerwartete zu sein, mit dem "Tetragrammatical Astygmata" emsig Punkte holt: Für Ersthörer vielleicht noch einen Tick zu schwer verdaulich, steigert sich die Platte dann aber von Mal zu Mal in immer schwindelerregendere Höhen; die umwerfend gestaltete Mixtur aus dissonanten, ja fast kakophonisch zerstörerischen Tongeflechten sowie der messerscharfen Ausrichtung dessen birgt Stoff für Wochen, wenn nicht sogar Monate. Selbstverständlich könnte ich noch weiter ausführen, wie großartig Averse Sefira sind und was sie da vollbracht haben, aber das wäre ja nun wirklich zuviel des Guten. Hauptsache, ihr schafft euch den dritten Abendfüller rechtzeitig an! Denn wenn's nach mir geht, sollte man noch auf eigene Faust erkunden und genießen dürfen, nicht?

(9/10) in Worte gefasst von Amikkus

 

Review: English Version
It's a pity that just such albums like this very one here do not get the attention they would certainly and truly deserve. But on the other side, these Texans haven't made it easy for themselves since the sonic packaging of their last works weren't done quite optimal. However, this has been changed drastically with the apperance of an on these sides oftenly praised as well as criticised producer named Tore Stjärna; what was recorded in the stifling south of North America and found its completion in Sweden is exemplary without question.
Stilistically, the newest work from Merrimack could be taken for musical advice although the present record saw its release a year earlier and besides, Averse Sefira spreads so much more hate. Especially the uniquely and powerfully cantillated shouting and croaking on the part of the frontman, the vengefully haunting string inferno with all its suddenly thrown-in, even faster shredding bridges as well as the completely insane human behind the (untriggered!) drums lift this opus up to a jewel among the subtle orthodox monsters. The extremly dynamic composition of the album leads to a seldomly high amount of highlights but impressively demonstrates at the same time how much work, sweat and delight in playing has been put into songs à la "Hierophant Disgorging" (please have an ear on the excellent drum work), "Detonation" or the last three slashers. Heavily detailed, thus subsequently time-consuming the trio rages here while this fact doesn't extend itself only to the earlier mentioned, but to all tracks on the album - one really can notice that every single moment has been well thought out, probably even been edited a thousand times. Each chapter creates its very own mood, functions alone and alltogether perfectly, offers stuff for the friends of occult-hellish daydreams and suchlike more.
In the first place, it seems to be the unexpected that keeps "Tetragrammatical Astygmata" scoring on and on: For initial listeners, this may be a bit too indigestive, but it keeps developing dizzily well with every run; the marvellously designed mixture of dissonant, almost cacophonically destroying sound network as well as the razor-sharp arrangement of it holds stuff for weeks, if not even months. Of course I can go on and tell you how great Averse Sefira are and what they have done here but this really would be over the top. The main point is, you're sure to purchase this in time! If it goes after me, one should have the right to discover and enjoy a record on one's own, right?

(9/10) translated by Amikkus